Zeppelin E-4/20 „Staaken“


Zeppelin E-4/20 „Staaken“

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h; Reisegew. 211 km/h; vier 190 kw MB-IV a
Steiggeschwindigkeit: keine Angaben
Dienstgipfelhöhe: keine Angaben
Spannweite: 31 m
Länge: 16,6 m
Gewicht: Startmasse: 8.500 kg
Einsatztyp: Transportflugzeug für 12-18 Passagiere
Einsatzdauer: keine Angaben
Anmerkungen: In den Zeppelin Werken begannen die Arbeiten an diesem 735 kw Flugzeug im Jahr 1919. Im Gegensatz zu allen anderen damaligen Flugzeugen war diese Maschine ein Eindecker in Metallbauweise. Rohrbach ordnete die vier Motorgondeln wie auch heute gebräulich an, während damals Gondeln an Strebenböcken über oder unter den Flügeln üblich waren. Er sah eine nach außen abnehmende Profilwölbung vor, die sich erst 20 Jahre später durchsetzte. Auf der Vergaserseite jedes Motors befand sich ein Raum, in dem ein Monteur das Triebwerk beobachten und von dort Störungen beseitigen konnte. Große Fenster und die Auslegung als Schulterdecker boten eine gute Bodensicht. Im vorderen Teil des Rumpfes lag ein Raum, der bei Start und Landung nicht betreten werden durfte, er sollte als Kollisionsraum wirken. Während des Fluges war er Küche und Aussichtsraum. Das Gepäck wurde durch eine Öffnung in der Oberseite des Rumpfes verladen. Als erstes viermotoriges Ganzmetallflugzeug der Welt war dieser Typ seiner Zeit weit voraus. Gedacht war es für die Strecke Berlin – Friedrichshafen. Dem Erstflug am 9.11.1920 folgte die erfolgreiche Erprobung. Die E-4/20 mußte jedoch zerstört werden, da die Alliierten sie als „verkappten Bomber“ eingestuft hatten. Das gleiche Schicksal traf auch die kleinere, zweimotorige Maschine gleicher Bauart.