Dornier "Wal"

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h; Reisegew. 120 km/h; 440 kw BMW VI Triebwerk
Steiggeschwindigkeit: keine Angaben
Dienstgipfelhöhe: 3500 m
Spannweite: 27 m
Länge: 18,2 m
Gewicht: Leergewicht: 5.600 kg, max. Startgewicht: 10.000 kg
Einsatztyp: Mehrzweckflugzeug für 10-12 Passagiere
Einsatzdauer: 3.600 km
Anmerkungen: Das Flugboot "Wal" - eine der bekanntesten Dornier Konstruktionen - wurde in dem eigens dafür in Italien errichteten Zweigwerk nach dem Vorbild der Gs 1 ab 1921 für den Passagier- , Post- und Frachtverkehr sowie für milit. Zwecke entwickelt. Es konnte vom Katapult gestartet werden. Im Gegensatz zu ausländischen Flugzeugen der damaligen Zeit war die "Wal" ein Eindecker und vollständig aus Duralumin. Das Flugboot stellte zahlreiche Weltrekorde auf und wurde durch Forschungs- und Langstreckenflüge berühmt. So benutzten es Amundsen und Eilsworth für ihre Nordpolexpedition. Italiener flogen damit nach Island (1924), Spanier nach Südamerika (1925) und Uruguayer von Südamerika nach Afrika; v. Gronau flog 1930 mit einer "Wal" über Island nach den USA, 1931 nach Grönland und um die Welt. Die "Wal" beförderte von 1934 bis 1937 regelmäßig Post über den Südatlantik. Das Flugboot (J-Wal) flog erstmalig am 6.11.1922. In der Folgezeit wurden die Leistungen systematisch verbessert. Die erste Wal nahm eine Nutzmasse von nich ganz 1.000 kg auf, die Amundsen Wal 1924 von beinahe 4.400 kg. Die Wal wurde in vielen Ländern exportiert sowie in Japan, den Niederlanden, der Schweiz, in Spanien und den USA in Lizenz hergestellt. Es sind etwa 300 Flugzeuge dieses Typs mit über 20 vers. luft- und wassergekühlten Motortypen gebaut worden. Nach der Startmasse wurden die letzten Maschinen vom Typ Wal als 8-t- und 10-t- Wal bezeichnet. Als Militärversion hieß die 8-t-Wal ab 1933 Militär- Wal - 33 und später Do 15. Eine Weiterentwicklung war die Do 18. 1928 entstand die viermotorige Do R Superwal (14 t) für 20 Passagiere, die noch im gleichen Jahr 12 Weltrekorde aufstellte.


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