Siemens-Schuckert R I – R VIII


Siemens-Schuckert R I – R VIII

Höchstgeschwindigkeit: R 1 Version: 128 km/h, drei Mercedes Benz III Motoren mit 110 kw, R VIII Version: 125 km/h, sieben Ba + Selve BuS IV a mit je 220 kw.
Steiggeschwindigkeit: 1,5 m pro Sekunde
Dienstgipfelhöhe: R 1 3.700 m, R VIII 4.000 m
Spannweite: R 1 28,0 m, R VIII 48 m
Länge: R 1 17,5 m, R VIII 21,6 m
Gewicht: R 1 Startmasse 5.200 kg, R VIII 15.900 kg
Bewaffnung: R 1 1 MG + 500 kg Bomben, R VIII 5 MG
Einsatzdauer: R 1 520 km, R VIII 800 kg
Anmerkungen: Die Siemens-Werke hatten zwischen 1907 und 1911 drei Luftschiffe gebaut. Bereits 1909 wurde mit der Fertigung von Flugzeugen begonnen. Hierzu zählte eine Doppeldecker – Serie, die von den Brüdern Steffen ab Dezember 1914 entwickelt worden war. Diese Serie bestand aus insgesamt sieben Flugzeugen und ist als Steffen R 1 bekannt geworden. Bei allen sieben Maschinen (sie unterschieden sich nur durch die Abmessung und die Triebwerke) wurde der sog. Gabelrumpf (sollte ein besseres Schußfeld nach hinten bieten) verwendet und die Triebwerke waren wegen der besseren Wartungsmöglichkeit im Inneren untergebracht. Alle drei Triebwerke waren über eine Kombination von Lederkegel- und Fliehkraft-Keilkupplung mit dem Getriebe verbunden. Die Kraftübertragung zu den 3,60 Meter großen Luftschrauben erfolgte dann über je eine Welle mit Gelenken. Zur Kühlung der Triebwerke wurden drei rund um den Rumpf verteilte Lamellen angebracht. Der Rumpf bestand aus gegenseitig mit Draht verspannten Stahlrohren. Erstflug der R I/15 war am 24. Mai 1915. Nach den Änderungen am Getriebe, den Wellen und dem Luftschraubenantrieb wurde der zunächst unbewaffnete Typ, später mit einem MG und 500 kg Bomben bewaffnet, am 26. Juli 1915 der Fliegertruppe überstellt. Ende 1915 folgte die R II / 15 mit drei Mercedes D IVa und größerer Spannweite. Die R III / 15 blieb wie die R II / 15 Schulmaschiene. Die späteren Versionen R IV – VII (hatten unterschiedliche Abmessungen) wurden von der Riesenflugzeugabteilung 501 an der Ostfont im Raum Vilnius verwendet. Gegen Kriegsende wurde der zuvor verwendete Gabelrumpf durch einen geschlossenen Rumpf in den Versionen R VIII ersetzt. Die Spannweite war auf 48 m, die Länge auf 21,6 m und die Anzahl der Triebwerke auf sechs erhöht worden.