Rene Paul Fonck

 


Rene Paul Fonck

27.03.1894 – 18.06.1953


Rene Paul Fonck

Siege: 75
Orden: Legion d`Honneur, Fr. & Belgn. Croix de Guerre, Brit. Mil. Medal, Crss. of Kargeorgevicth
Einheit: C. 47, Spa. 103
Rang: Capitaine
Flugzeug: Spad XIII
Fonck war mit 75 Abschüssen der erfolgreichste alliierte Pilot. Dank seiner Fähigkeiten und seines Selbsterhaltungstriebes wurde seine Maschine in zwei Jahren konstant andauernden Luftgefechte nur ein einziges Mal getroffen. Er überlebte den Krieg, ohne einen einzigen Kratzer erlitten zu haben. Gegen Ende des Sommers 1916 trat Foncks Talent deutlich zutage, und er wurde in das Elitegeschwader Stork versetzt. Anfänglich schätzte man ihn nur als einen durchschnittlichen Piloten ein, doch seine kühle, beinahe wissenschaftliche Art zu Fliegen trug bald Früchte. Sein Erfolg fand jedoch nicht die ungeteilte Zustimmung seiner Einheit. Jene Piloten, die mehr von Guynemer und seinen sportlichen Ansichten überzeugt waren, fanden Foncks Flugtaktiken zu nüchtern und sachlich. Fonck antwortete den Kritikern mit immer häufigeren erfolgreichen Soloeinsätzen. Dennoch war er stets der erste, der einem franz. Kameraden in Not zu Hilfe eilte. Foncks bemerkenswerte Sehschärfe gab ihm im Kampf gegenüber seinem Gegner einen Vorteil. Nachdem er eine feindliche Maschine gesichtet hatte, brachte er sich zunächst so in Position, daß er mit der Sonne im Rücken attackieren konnte. Dies ermöglichte ihm dann, einen Überraschungsangriff mit minimalem Risiko zu starten. Eines Tages entschloß sich Fonck, einen Rekord aufzustellen: 5 Abschüsse an einem Tag. Er war sich sicher, daß dies machbar war, vorausgesetzt, daß er einen guten Start erwischte und bereits am frühen Morgen einige Patrouillenflugzeuge abschießen konnte. Am nächsten Tag war die Sichtweite aufgrund von Nebel jedoch stark eingeschränkt. Erst in den späten Nachmittagsstunden konnte Fonck schließlich mit zwei weiteren Piloten aufsteigen. Sein Unterfangen, jetzt noch fünf Abschüsse zu erzielen, war praktisch unmöglich. Kurze Zeit später traf er jedoch auf eine Rumpler in Begleitung von zwei Aufklärern. Fonck gelang es, alle drei vom Himmel zu holen. Er wußte, daß bald eine deutsche Patrouille nach den vermissten Flugzeuge suchen würde. So kehrte er schnell zur Basis zurück, tankte auf und war kurz darauf wieder am Ort des Kampfgeschehens. Er mußte nicht lange warten. Zunächst erschien ein einzelner Albatros-Zweisitzer, der sich gerade in der Nähe befand. Nachdem Fonck diesen erledigt hatte, tauchte die ersten beiden Jäger, einer größeren Patrouille auf. Fonck stürzte sich sofort auf sie. es gelang ihm, beide abzuschießen und zu seiner Basis zurückzufliegen, bevor der Rest des Geschwaders eintraf. Somit erreichte Fonck sechs Abschüsse an einem Tag und übertraf damit sogar Guynemers Rekord. Er wurde Frankreichs größtes Fliegerass – ein Sieg der Wissenschaft sozusagen.

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