Lloyd C.I, II, III, IV, V


Lloyd C.I, II, III, IV, V

Höchstgeschwindigkeit: C.II: 128 km/h, 145 PS Hiero Reihenmotor
Steiggeschwindigkeit: keine Angabe
Dienstgipfelhöhe: 3.000 m
Spannweite: 14,00 m
Länge: 9,00 m
Gewicht: max. 1.350 kg
Bewaffnung: ein schwenkbares 8 mm Schwarzlose MG für den Beobachter
Einsatzdauer: 30 Min.
Anmerkungen: Die ursprünglich als Ungarische Lloyd Flugzeug- und Motorenfabrik A.G. gegründete österreichische – ungarische Firma wurde später in Lloyd Flugzeugwerke GmbH umbenannt und baute 400 bis 500 Flugzeuge für die österreichisch – ungarische Luftstreitkräfte während des I. Weltkriegs. Die meisten davon waren C-Typen, aber da Lloyd auch, wie viele andere Firmen die C-Typen der Dt. Flugzeug-Werke (F.W.) und Hansa-Brandenburg unter Lizenz baute, ist nicht ganz klar, ob die Zahl von 400 bis 500 Exemplaren auch die unter Lizenz produzierten Maschinen einschließt. Die Konstruktion und Entwicklung der Lloyd C.I begann vor Ausbruch des I. Weltkriegs. Das Modell war ein zweisitziger Doppeldecker mit einer für die damalige Zeit konv. Konstruktion und Konfiguration: starres Heckspornfahrwerk, offene Cockpits und ein Motor für einen Zugpropeller im Rumpfvorderteil. Im Sommer 1914 stellte die Maschine mit dem Piloten Heinrich Bier einen Höhenrekord von 6.170 m auf. Die ab 1915 eingesetzte Lloyd C.II war das Grundmuster für die restlichen Modelle der Baureihe, ein Doppeldecker ungleicher Spannweite mit Tragflächen und einem Leitwerk ähnlich dem der „Taube“. Das Triebwerk war ein Hiero Motor, und der Typ war das erste bewaffnete Lloyd Modell; es hatte ein Schwarzlose MG im hinteren Cockpit, das vom Beobachter bedient wurde. Es folgten die weitgehend ähnlichen Modelle C.III, C.IV und C.V mit vers. Modifikationen. Die C.III und C.IV hatten 185 PS Austro-Daimler Motoren, die C.V flogen mit 200 PS Benz Triebwerken. Die Maschinen blieben bis zum Frühjahr 1917 im Einsatz.