L.V.G. C II


L.V.G. C II

Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h, 120KW Mercedes D III
Steiggeschwindigkeit: 2,7 m/sek.
Dienstgifelhöhe: 4.500 m
Spannweite: 10,3 m
Länge: 7,7 m
Gewicht: max. 1282 kg
Bewaffnung: 2 08/15 Maxim MGs, 60 kg Bomben
Einsatzdauer: 4 Std., 825 km Reichweite
Anmerkungen: Nach dem damals üblichen Bauschema entwickelte der Schweizer Schneider im Jahr 1915 bei der LVG Berlin – Johannisthal mit dem Doppeldecker C. II ein Aufklärungsflugzeug, das auch als Bomber und Artillerieaufklärer an allen Fronten des I. WK verwendet wurde. Auch die Luftstreitkräfte Österreichs flogen diesen Typ. Der Vorläufer C. I, der ebenfalls 1915 gebaut wurde, war übrigens das erste deutsche Flugzeug, das mit einem Beobachter MG ausgestattet war. Auch die C. II führte im Drehkreuz des Beobachtersitzes (damals als B-Stand bez.) ein 7,9 mm MG mit 500 Patronen. Außerdem konnten zehn 10 KG Bomben mitgeführt werden. Der Kraftstoff war am Baldachin in der Mitte des Oberflügels in einem Falltank untergebracht. Die C. II wurde bei AGO in Lizenz gefertigt. Eine Weiterentwicklung dieses Typs war die C. IV aus dem Jahr 1916, die aber als Fernaufklärer galt. Nach der Kapitulation Deutschlands befanden sich nahe Poznan außer anderen deutschen Flugzeugen auch mehrere C. II sowie Einzelteile weiterer Maschinen. Daraus stellten die Warschauer Flugzeugwerkstätten CWL für die neuen polnischen Luftstreitkräfte drei flugfähige Maschinen her. Zehn weitere Flugzeuge dieses Typs wurden in Deutschland nach 1919 gekauft. Sie gelangten über mehrere deutsche Handelsfirmen nach Poznan, wo sie als bewaffnete Aufklärer übernommen wurden. Offentsichtlich haben diese Flugzeuge nachträglich zwei synchronisierte 7,62 mm Mgs erhalten, denn in polnischer Literatur werden die C. II als mit drei MGs bewaffnet bezeichnet.