
Kuriositäten oder fliegende Kisten |
"Unzweifelhaft waren es allein die Brüder Wright, die das Problem, wie der Mensch künstlich fliegen könne, in seinem ganzen Umfang gelöst haben...Es war dies die Frucht ihrer Versuche von 1903 - 1905. Männer von großem schöpferischem Geist, die sie waren, gebildet, exakt im Denken, unermüdlich bei der Arbeit, hervorragende Experimentatoren und selbstlos in ihrem Einsatz, haben die Brüder Wilbur und Orville Wright mehr als nur irendeiner den Erfolg verdient, den sie errangen. Sie veränderten das Gesicht des Erdballs." Charles Dollfus, franz. Flieger und Historiker TEIL 2
Vogelform1908 experimentierte man überall noch mit verschiedenen Tragflächenformen, und die Konstrukteure der Vendome setzten große Hoffnungen auf die Vogelform. Der Schreick Eindecker, Diapason, von 1910 trieb das Prinzip der Rumpler Taube mit Leitwerken auf den Flügelspitzen ins Extrem. Keine dieser Maschinen bewährte sich. |
Heckantrieb?Der Franzose Loius Bleriot hatte zahlreiche ruinöse Experimente vor seiner Kanalüberquerung unternommen. Aus diesen kann man seine Tatkraft aber auch die technischen Fortschritte ablesen. Nach den glücklosen Doppeldeckern Nr. III und Nr. IV des Jahres 1906 war im März 1907 sein erster Eindecker fertig, Nr. V L`Oiseau mit Frontleitwerk und dem Motor im Heck. Mit dieser Konstruktion gelang im allerdings nicht der erhoffte Durchbruch. |
KreisflügelEine gewisse aeronautische Logik hatte der Vieldecker, Name Multiplan, des Marquis d`Ecquevilly, doch trotzdem schlugen im November 1908 alle Versuche fehl, ihn zum Fliegen zu bringen. Schließlich hatte er sich doch aufgrund der verwendeten kreisförmigen Anbringung der Flügel in einem Rahmen zusätzliche Stabilität versprochen. |
Das vertikale PrinzipKaum eine Aufgabe erwies sich als so schwierig zu meistern wie der vertikale Flug. Bei Bertins Autogyro (Drehflügler) von 1908 sollte ein zusätzlicher Rotor für Auftrieb sorgen. Leider konnte diese Konstruktion nicht fliegen und es sollte noch fast 30 Jahre dauern bis dieses Problem gelöst wurde. |
Transsylvanier mit FledermausflugzeugNoch Ende 1906 vergeudeten man in Europa seine Zeit mit kuriosen Konstruktionen. Die vielen Bastler vertrauten fast durchweg auf ihr Glück statt auf wissenschaftliche Prinzipien; Windkanäle waren so gut wie unbekannt. Einige dieser Pioniere hätten es allerdings beinahe geschafft. In Paris gelangen dem Transsylvanier Trajan Vuia einige Hüpfer mit seinem fledermausflügeligen Eindecker, doch die Maschine war viel zu schwer. |
Fliegendes FahrradDie aeronautische Prinzipien der Drachen waren in China schon im 1. Jahrhundert vor Christus bekannt; sie verliehen auch den Gleitern der Flugpioniere und später den ersten Flugzeugen ihre Stabilität. 1909 erregte in Frankreich der Fahrraddrachen von Puiseux Aufsehen wegen der Anbringung der Flügel auf einem gewöhnlichen Fahrrad. Angeblich konnte man mit dieser Konstruktion sogar kurze Gleitflüge unternehmen. |
Die erste Fotografie eines FlugzeugsFrankreich,1868: Die erste Aufnahme eines Flugzeugs, die je gemacht wurde. Das Gleitflugzeug von LeBris flog allerdings nie. |
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