Hansa-Brandenburg KDW

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h, Maybach Mb. III Sechszylinder-Reihenmotor (160 PS / 119 kW)
Steiggeschwindigkeit: auf 3000 m in 21 Minuten
Dienstgipfelhöhe: keine Angaben
Spannweite: 9,25 m
Länge: 8,00 m
Gewicht: Leergewicht 940 kg, max. Startgewicht 1.210 kg
Bewaffnung: zwei starre, vorwärtsfeuernde 7,92 mm LMG 08/15 MGs
Einsatzdauer: 2,5 Stunden
Anmerkungen: Der von Ernst Heinkel konstruierte einsitzige Hansa-Brandenburg KD Kampf-Doppeldecker wurde unter der Bezeichnung Hansa-Brandenburg D. I mit dem 200 PS Hiero-Reihenmotor in Lizenz von den Firmen Phönix und Ufag in Österreich-Ungarn gebaut. Aus dieser Konstruktion entwickelte Heinkel später die Hansa-Brandenburg KDW (KDW = Kampf Doppeldecker Wasser), die der deutschen Anforderung nach einem Jagdflugzeug entsprach, das zur Verteidigung der Wasserflugzeug-Stützpunkte dienen sollte. Wie ihr Vorgänger war auch die KDW ein konventioneller Doppeldecker in Holz- und Stoffbauweise. Die stoffbespannten Flügel waren sternförmig verstrebt, der robuste Rumpf war mit Sperrholz verkleidet, und das Leitwerk hatte ein sehr großes Höhenleitwerk, jedoch nur eine sehr kleine Heckflosse mit Seitenruder. An N-förmigen Streben waren einstufige Holzschwimmer befestigt, und als Triebwerk für den Prototypen sowie für die ersten Serienmaschinen diente ein 150 PS Benz Bz. III Reihenmotor. Es wurden nur ca. 60 Maschinen gebaut, und alle litten wegen des kleinflächigen Seitenleitwerks unter mangelnder Richtungsstabilität.

Varianten:
Brandenburg W.11: zwei Exemplare dieser geringfügig größeren Weiterentwicklung der KDW wurden gebaut und von dem 200 PS Benz Bz.IV Motor angetrieben.
Brandenburg W.25: Weiterentwicklung der KDW/W11; größere Spannweite, konventionelle Streben zwischen den Flügeln und ein 150 PS Benz Bz.III Motor.
Phönix D.II: Bezeichung für den verstrebten Landflugzeug-Jäger, der 1917 von Phönix um den 200 PS Austro-Daimler-Reihenmotor herumkonstruiert wurde; Querruder nur am oberen Flügel.
Phönix D.III: Variante mit 230 PS Hiero Motor und Querrudern am oberen und unteren Flügel; kam 1918 heraus.

Technischer Hinweis: Die technischen Angaben beziehen sich auf die spätere Serie des KDW Modells

KDW

Es ist ein Bild verfügbarVorderansicht der KDW - hier kann man sehr gut die sternförmige Verstrebung erkennen.


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