Hansa-Brandenburg CC und W.18


Hansa-Brandenburg CC und W.18

Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h, Benz Bz.III Sechzylinder Reihenmotor (150 PS / 112 kW)
Steiggeschwindigkeit: auf 1000 m in 5 Minuten
Dienstgipfelhöhe: keine Angaben
Spannweite: 9,30 m
Länge: 7,70 m
Gewicht: Leergewicht 716 kg, max. Startgewicht 1.031 kg
Bewaffnung: ein oder zwei starre, vorwärtsfeuernde 7,92 mm LMG 08/15 MGs
Einsatzdauer: 3,5 Stunden
Anmerkungen: Die Hansa-Brandenburg CC, die nach dem Besitzer von Hansa-Brandenburg, Camillo Castiglione, benannt worden war, war ein kleines, einsitziges Jagd-Flugboot, das 1916 entsprechend einer Anforderung der österreichischen Marine konstruiert worden war. Die Doppeldeckerflügel der aus Holz und Stoff gebauten Maschine hatte die mehrfache V-Streben „Stern“ Verstrebung der KDW Typen und der untere Flügel war an der Rumpfoberseite montiert. Der Benz -Motor wurde von Streben zwischen den Flügeln gehalten und trieb einen Druckpropeller an. Bei einigen Maschinen war der Motor in einer glatten, stromlinienförmigen Gondel untergebracht und die Propeller wurden von einer Haube verkleidet. In den meisten Fällen gab es jedoch keine Bemühungen den Luftwiderstand des Triebwerkes zu reduzieren. Am Rumpfrücken war ein konventionelles, verstrebtes Leitwerk angebracht und das offene Cockpit des Piloten befand sich kurz vor dem unteren Flügel. Es scheint keine Aufzeichnungen über die Zahl der für die österreichische Marine gebauten Maschinen zu geben, die die Versionen mit dem 220 PS Hiero bzw. dem 185 PS Austro-Daimler flog (Ergänzungen siehe unten). Die deutsche Marine erhielt aber rund 25 Exemplare.

Varianten:
Brandenburg W.18: diese verbesserte Version der Brandenburg CC hatte einige aerodynamische Raffinessen, von denen die wichtigste der Wegfall der „Stern“-Flügelstreben zugunsten von konventionelleren Streben war, die denen der W.19 glichen; das einzige an die deutsche Marine gelieferte Exemplar hatte einen Benz Bz. III Motor, während die für die österreichisch-ungarische Marine gebauten Maschinen von dem 200 PS Hiero-Motor angetrieben wurden.

Technischer Hinweis: Die technischen Angaben beziehen sich auf das CC Modell

Ergänzungen Stückzahl/Exemplare: CC: A.12 bis A.48, alle mit Hiero 200, außer A.32, A.39, A.41, A.42, A.44 mit Daimler (Wr. Neustadt) 200 PS. W.18: A.50 bis A.96, alle mit Hiero 200, außer A.96 mit Daimler 200 und A.94 unmotorisiert.

Quelle: Hauke/Schroeder/Tötschinger, Die Flugzeuge der k.u.k. Luftfahrttruppe und Seeflieger 1914-1918, 2. Aufl., Graz 1997 (vielen Dank an Kurt Serfözö für den Hinweis).