Gotha G.IV

Höchstgeschwindigkeit: 87 mph gleich ca. 140 km/h, 2 Mercedes D IVa Sechszylinder Reihenmotoren mit jeweils 260 PS 
Steiggeschwindigkeit: Steigt in 28 Min auf 9.840 fuss (3.000 m).
Dienstgipfelhöhe: 21.320 fuss (ca. 6.400 m)
Spannweite: 77ft 9in, ca. 23,7 m
Länge: 38ft 11in ca. 11,6 m
Gewicht: 8,745 lbs ca. 3975 kg
Bewaffnung: 3 Parabellums sowie 300-500 kg Bomben (insgesamt)
Einsatzdauer: 6 Stunden ca. (500 - 840 km Reichweite je nach Zuladung)
Anmerkungen: Die Gotha G.IV war während des Krieges Deutschlands größter strategischer Bomber. Er wurde überwiegend gegen England und Frankreich eingesetzt. Seine große Reichweite erlaubte es ihm London, von Flughäfen in Belgien aus, zu bombardieren. Am 25.05.1917 begannen die Tagesangriffe auf England mit einer Attacke von 21 Gotha auf Folkestone und Shorncliffe in Kent; es folgte am 13.06.1917 der erste Tagesangriff auf  London. Beim ersten Angriff auf die brit. Hauptstadt wurden 162 Personen getötet und mehr als 400 verletzt, die höchsten Ziffern bei Angriffen auf brit. Ziele während des ersten Weltkriegs. Dieser Angriff und weitere im Juni und Juli führten angesichts einer kaum ins Gewicht fallenden Verteidigung zu Unruhen unter der Bevölkerung; das Ergebnis war die Formatierung der Royal Air Force. In der Zwischenzeit versuchte man, die Gotha durch Kampfeinheiten abzuwehren, die von der Westfront abgezogen wurden. Sie waren immerhin so wirkungsvoll, daß die Deutschen Tagesangriffe von nun an wegen der zu großen Verluste abbrechen mußten, und das für diese Einsätze verantwortliche Bombergeschwader 3 stellte sich auf Nachtangriffe um, die bis zum Mai 1918 fortgesetzt wurden. Bei den 22 von den Gotha auf England durchgeführten Angriffen wurden mehr als 83 t Bomben abgeworfen. Während des Krieges wurden nur acht Gothas durch brit. Jäger abgeschossen, 12 wurden durch Grundfeuer vernichtet und 36 wurden durch Unfälle zerstört. Das Flugzeug war extrem schwer zu fliegen, viele Piloten hatten oft Unfälle beim Landen, da das Flugzeug sehr instabil war. Drei Maschinengewehre wurden während der Tagesangriffe mitgeführt. Eins in der Nase, im Mittelteil hinter dem Piloten und in einem Tunnel hinten unter dem Leitwerk.

Es ist ein Bild verfügbarGotha von vorne. Hier kann man gut die große Spannweite dieser "Riesen" bewundern.

Es ist ein Bild verfügbarZeichnung der Gotha von der Seite und oben. (sehr gut sind hier die Propeller in Druckrichtung zu sehen)

Zusätzliche sehr schöne Bilder gibt es bei:

http://members.aol.com/tgenth/


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