Friedrichshafen G I – IV


Friedrichshafen G I – IV

Höchstgeschwindigkeit: 142 km/h, zwei Mercedes D IVa mit je 190 kw
Steiggeschwindigkeit: 2,8 m pro Sekunde
Dienstgipfelhöhe: 3.600 m
Spannweite: 22,2 m
Länge: 12,0 m
Gewicht: Startmasse 4.994 kg
Bewaffnung: 2 MG, 1.000 kg Bombe
Einsatzdauer: unbekannt, 600 km Reichweite
Anmerkungen: Die im Juli 1912 gegründete Firma Flugzeugbau Friedrichshafen schuf bereits vor dem Ersten Weltkrieg mehrere Flugboote und Schwimmerflugzeuge. Während des Krieges war sie überwiegend Hauptlieferant für militärische Seeflugzeuge, jedoch stellte sie ab 1914 auch eine größere Anzahl zweimotoriger Bomber her. Darunter waren die sog. Großflugzeuge (G Baureihe), worunter man mit MGs oder Kanonen bewaffnete zweimotorige Doppeldecker zu verstehen hatte. Als Anfangsserie bezeichnete man die schon 1914 projektierte und 1915 ausgelieferte G I, ein Doppeldecker mit Druckschrauben und doppeltem Höhenleitwerk. Im Jahr darauf folgte die G II (160 Stück) mit einer gesteigerten Bombenlast von bisher 150 kg auf 450 kg. 1917 erschien die vergrößerte und leistungsstärkere Version G III. Sie war das am meisten produzierte Bomber-Modell der Firma. Von der G III, die ein einfaches Höhenleitwerk hatte, wurden 1917 236 Maschinen hergestellt. 1918 wurden dann von der G IIIa 279 produziert. Sie hatte wiederum ein doppeltes Leitwerk und eine 1,10 m größere Spannweite. Außerdem war sie 0,10 Meter länger und 195 kg schwerer als die G III. Im Rumpfmittelteil war die Besatzung untergebracht. Der Rumpf bestand aus einem viereckigem Stahlrohrrahmen der vorn und hinten mit Holz beplankt war. Vorn und hnten wurde ein MG eingebaut, das dem Schützen ein gutes Schußfeld zur Abwehr bot. Die Weiterentwicklung der G III, die 1918 produzierte G IV (48 Maschinen) war 0,9 m kürzer und 0,64 niedriger aber schwerer als die G IIIa. Ihr Hauptunterschied bestand aber darin, daß sie Zugschrauben verwendete. Von der G IVa wurden 38 Maschinen gebaut.Äußerlich unterschieden sich die Flugzeuge von Friedrichshafen nur wenig von denen der Gothaer Waggonfabrik. Die Maschinen beider Firmen bildeten von 1916 bis Kriegsende den Hauptbestand der deutschen Bomberverbände und wurden mehrmals für Angriffe auf London eingesetzt. Eine G IVa wurde 1920 von Angehörigen des Roten Frontkämpferbundes in die Udssr geflogen. 1922 wurde eine weiter Maschine gekauft und in Polen flog bis 1926 eine G III in den dortigen Luftstreitkräften.

Die technischen Angaben beziehen sich auf die G IV