Fokker E III Eindecker

Höchstgeschwindigkeit: 85 Meilen pro Stunde, 140 km/h, 100 PS Oberursel U. I Neunzylinder Umlaufmotor
Steiggeschwindigkeit: 28 min auf 9.840 fuss (3.280 m)
Dienstgipfelhöhe: 11.500 fuss (3.505 m)
Spannweite: 9,50 m
Länge: 7,20 m
Gewicht: Bewaffnet 862 kg
Bewaffnung: 1 nach vorn gerichtetes Spandau 7,92 cm-MG
Einsatzdauer: 2 Std. und 45 Min.
Anmerkungen: Dieses Flugzeug basierte auf Fokkers Eindecker M 5 von 1913 (der wiederum der Morane Saulnier Eindecker Serie nachgestaltet war). Sie war das erste Flugzeug mit einem MG, das mit dem Propeller synchroniert war. Fokker selbst führte den Prototyp dieser Maschine  dem Kaiserlichen Oberkommando des deutschen Heeres vor. Dieses verlangte (angeblich) von Fokker, die Stärke des Systems durch den Abschuß eines Flugzeugs der Alliierten an der Front nachzuweisen. Ob das nun wahr ist oder nicht - fest steht, daß die neue Fokker für die Piloten an der Front klare Vorteile brachte, und so gab das Militär unverzüglich die Serienproduktion des Systems in Auftrag. Die wichtigste Serienversion - die E. III - unterschied sich vom Prototypen und seinen nachfolgenden Versionen vor allem dadurch, daß sie mit einem 100 PS starkem Oberursel U I Umlaufmotor (einem Nachbau des franz. Gnome Motors) ausgestattet wurde und eine größere Spannweite hatte. Das Flugzeug läutete Mitte 1915 die sog. Fokker - Page ein und beherrschte damals den Luftraum über der Westfront bis ca. Januar 1916.

Versionsbeschreibungen:

M-5 K: Version der M-5 mit kurzen, nur zweimal abgefangenen Tragflügeln und mit MG.
M-5 L: erste zweisitzige Ausführung mit Stahlkabel dreimal abgefangenen Tragflügeln.
M-8: Ausführung der M-5 L als Artilleriebeobachtungsflugzeug mit 75 KW Triebwerk.
M-14 (E II) mit 75 KW Triebwerk
M-14 (E III) mit größerer Spannweite und verbessertem Motor (der am meisten gebaute und eingesetzte Eindecker).
M-15 (E IV) vergrößerte Version mit 120 kw Triebwerk und zwei bis drei MGs.

Militärische Zusatzinformationen:

Am 24.06.1915 wurde unter Aufsicht des Königs Rupprecht von Bayern auf dem Flugplatz der Feldflieger - Abteilung 62 eine Vorführung von A. Fokker und Otto Parschau mit dem Eindecker unternommen wobei man erfolgreich den Beschuß von Bodenzielen aus der Luft nachwies.

01.07.1915 erster militärischer Abschuß eines franz. Parasol-Morane-Saulnier L. durch einen Fokker E I 2/15 von Lt. Kurt Wintgens. Keine offizielle Anrechnung, da das Flugzeug über den feindlichen Linien abstürzte (wurde zu Anfang des Krieges so gehandhabt).

Am 01.08.1915 erster offizieller Abschuß einer britischen BE2c durch Max Immelmann mit einem Fokker E I.

Es ist ein Bild verfügbarFokker E I im Flug.

Es ist ein Bild verfügbarFokker E III mit typischem Anstrich.

Es ist ein Bild verfügbarFokker E III mit Lt. Kurt Wintgens beim Start.

Es ist ein Bild verfügbarFokker E IV mit drei MGs (Frontsicht)

Es ist ein Bild verfügbarFokker E IV (Seitenansicht).


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