Fokker A-1912 „Spinne“


Fokker A-1912 „Spinne“

Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h, 75 kw As KTW 4RF Motor.
Steiggeschwindigkeit: unbekannt
Dienstgipfelhöhe: 2.100 m
Spannweite: 13,60 m
Länge: 8,00 m
Gewicht: Startmasse 995 kg
Bewaffnung: keine
Einsatzdauer: unbekannt
Anmerkungen: 1911 brachte die Firma Goedecker in Mainz ein neues Flugzeug mit Holmen aus Stahlrohr und einer einseitigen Segeltuchbespannung heraus. A. Fokker bestellte sogleich bei dieser Firma ein mit einem 35 kw Motor ausgestattetes Flugzeug nach seinen Ideen. Mit diesem Flugzeug konnte Fokker am 16. Mai 1911 seine Pilotendiplom erwerben. Im August bestellte er dann sein drittes Flugzeug bei Goedecker und führte dieses in den Niederlanden vor. Hier erhielt es den Spitznamen „Haarlemer Spinne“ bzw. einfach nur „Spinne“. Ab Anfang 1912 baute Fokker in Berlin-Johannisthal insgesamt 25 Flugzeuge dieses Typs. Hierbei wurden die Einzelteile von Goedecker geliefert und diese später bei Fokker zusammengebaut. Fokkers erstes Flugzeug aus dieser Reihe wurde die zweisitzige A-1912 mit 35 kw Argus Motor, später folgte die B-1912 mit 45 bzw. 50 kw Argus Motor. Einige Spinnen wurden sogar mit einem 50 kw Renault Motor versehen. Verwendung fanden diese Maschinen bei Sportfliegern und bei der Fleigerschule Fokker in Schwerin. Im Juni 1912 wurde Fokker von dem preußischen Kriegsministerium der Auftrag erteilt eine Spinne mit 75 kw Motor und 1913 zwei weitere Maschinen zu bauen. Diese Maschinen erhielten die Bezeichung M – 1 (M für Militär) und wurden anstatt mit dem üblichen Steuerrad mit einem Steuerknüppel ausgestattet. Die Flugeigenschaften der Spinne erwiesen sich als nicht so gut wie bei der Taube. Einsatzzweck der Spinne waren die Aufklärung (unbewaffnete Version) und bis Ende 1914 die Schulung.