Dornier Do X

Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h; Reisegew. 200 km/h; 440 kw, 12 Curtiss Conqueror
Steiggeschwindigkeit: keine Angaben
Dienstgipfelhöhe: 420 m
Spannweite: 48,0 m
Länge: 40,1 m
Gewicht: Leergewicht: 28.250 kg, max. Startgewicht:  48.000 kg
Einsatztyp: Transportflugzeug für 72 Passagiere
Einsatzdauer: 3.600 km
Anmerkungen: Die Do X erregte als das zu ihrer Zeit größte Flugzeug der Welt gewaltiges Aufsehen. Technisch wurde damit das Problem der Vergrößerung von Flugzeugen gelöst. Es war eine Sensation, als das Flugzeug am 20.10.1929 mit 169 Passagieren an Bord einen einstündigen Rundflug über dem Bodensee unternahm. Die Vorarbeiten hatten bereits 1924 begonnen, und nach zahllosen Entwürfen nahm das Projekt 1926 Gestalt an. Am 19.12.1927 begann der Bau, am 12.07.1929 wurden die Versuche auf dem Wasser aufgenommen. Am 13.07.1929 fand der Erstflug statt. Die Do X besaß drei Decks.. Im Oberdeck lagen Piloten-, Navigations-, Ingenieur-, Funk- und Hilfsmaschinenraum. Im Hauptdeck waren die Passagiere, das Gepäck und die Fracht untergebracht. Im Unterdeck befanden sich die Kraftstofftanks und die Hilfseinrichtungen. Die relativ leistungsschwachen 385 kw Triebwerke ließen nur eine Dienstgipfelhöhe von 420 m zu. Deshalb erhielt das Flugzeug wassergekühlte Zwölfzylindermotoren mit je 440 kw. Am 5. November 1930 begab sich das Flugschiff auf einen Langstreckenflug von Europa nach Afrika, Südamerika und Nordamerika. Im Mai 1932 flog es von dort zurück und landete nach einer Gesamtstrecke von 45.000 km auf dem Berliner Müggelsee. Die Möglichkeit wurde erwogen, das Flugzeug auch militärisch zu nutzen. Davon zeugen die finanzielle Beteiligung der Kriegsmarine sowie die Versuchsflüge als Fernaufklärer und Torpedoträger. 1931 bestellte Italien 2 Do X (mit je 12 Fiat Triebwerken zu 440 kw) für den Mittelmeerverkehr der Gesellschaft SANA. Da dieses Vorhaben nicht verwirklicht wurde dienten die als Umberto Madalena und Alessandro Guidoni bezeichneten Do X 2 R1 und Do X 3 R1 als Superbomber (mit verglastem Heckstand versehen) in einer Versuchsstaffel. Die Do X 1 wurde während des 2. WK in der Dt. Luftfahrt-Sammlung, am Lehrter Bahnhof in Berlin, bei einem Bombenangriff zerstört.


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