Werner Voss

13.04.1897 - 23.09.1917


Werner Voss
Siege: 48
Orden: Pour Le Merite, Ritterkreuz des Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, Eisernes Kreuz erste und zweite Klasse
Einheit: KG 4, Jasta 2, 5, 10, 14, 29
Rang: Leutnant
Flugzeug: Fokker DR. I, Albatros D III
Werner Voss wurde am 13.04.1897, als Sohn eines Färbers, in Krefeld geboren. Bei Kriegsanfang wurde er in das 11. westfälische Husarenregiment eingezogen und bei Lorraine an der franz. Grenze stationiert. Da die Kavallerie aber in den beginnenden Stellungskriegen zwischen Deutschland und Frankreich zunehmend an Bedeutung verlor und sogar aufgelöst und in Infanterieeinheiten eingesetzt wurden, entschloß sich Voss sich bei der deutschen Fliegerabteilung zu bewerben. Im August 1915 erfolgte die Aufnahme und er wurde sogleich zum Unteroffizier befördert.

Voss absolvierte die Pilotenausbildung, wo man schnell sein Naturtalent erkannte. Im Februar 1916 wurde er nach Abschuß der Ausbildung zur Fliegerersatzabteilung 7 versetzt und dort als Fluglehrer eingesetzt. Im März 1916 erfolgte dann seine Beförderung zum Vizefeldwebel und die Versetzung zum Kampfgeschwader 4. September 1916 wurde er dann zum Leutnant befördert und im November zur Jasta 2 versetzt. Hier flog er unter anderem mit Manfred von Richthofen. In den darauffolgenden Monaten erhöhte er seine Abschußbilanz bis er am 08.04.1917 den Orden Pour le mérite mit 24 Luftsiegen verliehen bekam.

Im Mai 1917 wurde Voss zur Jasta 5 versetzt und erhöhte bis Ende Juni seine Bilanz weiter auf 34 Luftsiege. Im Juli erhielt er dann das Kommando über Jasta 29 und wurde danach zum Jasta 14 versetzt, wo er als stellvertretender Kommandeur fungierte (und das im Alter von 20 Jahren). Ende Juli 1917 erfolgte die Versetzung zur Jasta 10 als Staffelführer.

Werner Voss brachte es in seiner kurzen Karriere auf 48 Abschüsse, 22 davon allein in den letzten drei Wochen seines Lebens, als er einen Fokker-Dreidecker flog. Am 22. September 1917 befand sich Voss auf einer Feier von Anthony Fokker im Hotel Bristol in Berlin. Er hatte einen 24-Stunden Kurzurlaub, um seinen unglaublichen Erfolg mit dem Dreidecker zu feiern. Am Ende des Abends sprach er einen Toast auf Fokker aus und fuhr zurück zur Front. Vierzehn Stunden später war Voss tot. Voss starb in einem legendären Gefecht gegen eine Patrouille von sieben SE5as der berühmten 56. Staffel, in der sich auch McCudden, Barlow, Muspratt, Cronyn, Childlaw - Roberts, Bowman und Rhys-David befanden.

Es muß Voss eigene Entscheidung gewesen sein anzugreifen, obwohl er genauso gut auch hätte abdrehen können. Sein Erfolg war ihm jedoch zu Kopf gestiegen, und er besiegelte damit sein eigenes Schicksal. McCudden befahl seiner Staffel, Voss einzukreisen, Der anschliessende Kampf war ungleich, die Überzahl ein eindeutiger Vorteil. Dennoch gelang es Voss, den Gegner eine Zeitlang auszuweichen, und er vollführte ein tollkühnes Manöver nach dem anderen. Er überstand zehn Minuten des Kampfes, ein unglaublicher Beweis seiner eigenen Fähigkeiten und der seiner Maschine. Werner Voss wurde, nachdem Lieutnant Arthur Rhys - David ihn abgeschossen hatte, an der Absturzstelle durch britische Soldaten beerdigt.

Es ist ein Bild verfügbarWerner Voss Albatros D III

Es ist ein Bild verfügbarWerner Voss Fokker Dr. 1 (Typenbezeichnung 103/17) den er an seinem letzten Gefecht flog.

Es ist ein Bild verfügbarWerner Voss steht vor seiner Fokker Dr. 1 (Typenbezeichnung 103/17) - gut ist hier die Bemalung der Motorhaube zu sehen.


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