
Pour le Mérite - "Blauer Max" |
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Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste - Friedensklasse (Preuß.)König Friedrich Wilhelm IV. stiftete auf Anregung von Alexander von Humboldt 1842 den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste und benutzte dabei den Namen des Ordens, den Friedrich der Große 1740 gestiftet hatte, um Kriegs- und Militär- Verdienst sichtbar belohnen zu können. Da dieser Orden aber 1810 durch seinen Vater, den König Friedrich Wilhelm III., zum höchsten Orden für militärische Tapferkeit erhoben wurde, mußte für den neuen Zweck ein anderes Ordenszeichen geschaffen werden. Außer dem Namen erhielt aber auch das Ordenszeichen deutliche Merkmale, die an den ursprünglichen Stifter erinnerten. Um das Medaillon, in dem sich der Preußische Adler befindet, ist ein blauer, goldgeränderter Emaillereif mit der goldenen Inschrift pour le mérite gelegt. Zwischen Medaillon und Reif befindet sich viermal das doppelte F und viermal eine römische Zwei, was Friedrich II. bedeuten soll. Über dem Doppel F außerhalb des blauen Reifes befindet sich je eine goldene Krone. Der Orden wurde sehr selten verliehen und war Männern vorbehalten, die hohe und allgemein anerkannte Verdienste um die Wissenschaft oder Kunst erworben hatten. Theologen sollten nicht zu diesem Kreise gehören. Die Zahl der deutschen Mitglieder diese Ordens war auf dreißig begrenzt, während Ausländer aufgenommen werden konnten, auch wenn diese Zahl schon erreicht war. Wenn ein Mitglied starb, wurde dem König von den verbleibenden Mitgliedern Vorschläge für Neuernennungen unterbreitet, unter denen er dann die Auswahl traf. Ein weiterer Hinweis auf den ursprünglichen Stifter enthielten die drei Tage im Jahr, die als Verleihungstage festgelegt wurden. Es waren der 24. Januar, der Geburtstag Friedrichs des Großen (1712), der 31. Mai, Datum seines Regierungsantrittes (1740) und der 17. August, an dem er 1786 starb. Das Ordensband ist das ehemalige, später dem Militär vorbehaltene schwarze Band mit weißem Rand. Unter den ersten Mitgliedern des Ordens befand sich der bekannte Komponist Franz Liszt. Er erhielt diese Auszeichnung, weil er während seines Aufenthaltes auf der Rheininsel Nonnenwerth in den Sommermonaten der Jahre 1841 bis 1843, unter anderen Männerchören das Lied -Was ist des Deutschen Vaterland- komponiert und dem König gewidmet hatte. Es gelang den Mitgliedern der sogenannten Friedensklasse des Pour le mérite dem Orden 1924 die staatliche Anerkennung zu verschaffen, aber schon 1935 wurde ihnen versagt, neue Mitglieder aufzunehmen, wie es nach den alten Statuten hätte geschehen können. erst im Jahr 1952 bildete sich eine Vereinigung des Ordens Pour le mérite für Wissenschaft und Künste, welche die Zustimmung des Bundespräsidenten Heuss zu der Neufassung erhielt. Er selbst übernahm das Protektorat. Am 05.07.1958 unterzeichnete er ein entsprechendes Gesetz. Nach neuestem Beschluß kann diese Auszeichnung erstmalig auch an Frauen verliehen werden. Die Mitgliederzahl ist, wie ehedem , auf dreißig Deutsche beschränkt, von denen je zehn den Geisteswissenschaften, den Naturwissenschaften und den Künsten angehören sollen. Die Zahl der ausländischen Mitglieder darf dreißig nicht übersteigen, so daß im Höchstfalle sechzig Mitglieder in der Vereinigung sein können. Das Ordenszeichen ist unverändert das gleiche von 1842 geblieben. |
Weiterführendes Bildmaterial bzw. Abbildungen der unterschiedlichen Ausführungen des Ordens finden Sie unter
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