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Fachbegriffe

Typenbeschreibungen
Abkürzung Beschreibung
A Eindecker für Schulung und Beobachtung
B unbewaffnete zweisitzige Doppeldecker (bis 1915 Aufklärung danach bis 1918 Schulung)
C Beobachtungsflugzeug auch teilweise als Bomber und Artillerieflugzeug eingesetzt (meistens Doppeldecker)
CL leichte zweisitzige Doppeldecker, auch als Jagdzweisitzer, Schulflugzeug oder Schlachtflugzeug bezeichnet (ab 1917)
D Doppeldecker einsitzig bewaffnet, Jagdeinsitzer (teilweise auch für Eindecker meistens aber Doppeldecker)
Dr. Dreidecker einsitzig bewaffnet, Jagdeinsitzer
E Eindecker einsitzig bewaffnet, Jagdeinsitzer
G Großflugzeug oder Bomber, mit MG oder Kanonen bewaffnete zweimotorige Doppeldecker
I Infanterieflugzeug (auch als IFL bezeichnet)
KDW Kampf Doppeldecker Wasser
N Nachtausführung des betr. Flugzeugs
R Riesenflugzeuge für Ferneinsätze
Rs Riesenflugzeuge Seeausführung
W Schwimmerflugzeug, Jagdeinsitzer Wasser
LW leichtere Ausführung der W
Firmenbezeichnungen
Abkürzung Beschreibung
AEG AEG - Allgemeine Elekrizitätsgesellschaft, Abteilung Flugzeugbau, Berlin - Hennigsdorf: Ab Anfang 1910 betrieben, zunächst Nachbau des Wright Doppeldeckers aus Holz. 1911 Übergang zur Gemischtbauweise. Im I .Weltkrieg Bau von 658 Beobachtungs- und Tiefangriffsflugzeugen sowie 523 Bombern. Nach Kriegsende aufgelöst.
DFW DFW - Deutsche Flugzeug Werke. Das in Leipzig - Lindenthal beheimatete Flugzeugwerk war im November 1911 durch den Zusammenschluß der Sächsischen Flugzeugwerke und einer Fliegerschule entstanden. Schon während der Leipziger Flugwoche 1912 machten die ersten DFW Flugzeuge von sich reden. Ein Dauerflugweltrekord von 6 Std. und 8 Min., ein Sieg beim Völkerschlacht-Erinnerungsflug 1913, ein Höhenrekord von 8.150 m im Juli 1914 und ein Griechenlandflug waren eine eindrucksvolle Bilanz. War das erste Flugzeug der DFW noch ein Farman-Gitterrumpf Kopie, so folgten bald eigene Konstruktionen wie die Mars-, Pfeil- und Renndoppeldecker sowie ein Flugboot. Die Schulflugzeuge der B Serie entstanden und bald erschienen auch C Flugzeuge, die als Aufklärer Verwendung fanden.
Gotha Gothaer Waggonfabrik, Abteilung Flugzeugbau: Anfang 1913 gegründet. Bis Kriegsbeginn Bau von Eindeckern (Tauben) und Zweideckern, im Krieg vor allem zweimotorige Bomben- und Seeflugzeuge - insg. 582 Maschinen. Nach dem Krieg durch die Bestimmungen des Versailler Vertrags zerstört, 1933 Wiederaufnahme der Flugzeugproduktion mit Schul-Doppeldecker Go 145. Im 2. Weltkrieg vor allem Lastensegler und Lizenzbau von Typen anderer Firmen.
Halberstadt Halberstädter Flugzeugwerke GmbH: 1913 aus den 1912 gegründten Dt. Bristol Werken entstanden. Im Krieg Bau von 2002 Kampfflugzeugen, vor allem bewaffneten Aufklärern (Konstrukteure: Burkhard - später bei Gotha, Voigt und Theiß).
Hansa Hansa Brandenburg: Kurz vor Beginn des I Weltkrieges durch Zusammenschluß der Firmen Brandenburgische Flugzeugwerke (Anfang 1914 von Igor Etrich, dem Konstrukteur der Taube gegründet) und Hansa Flugzeugwerke (von Caspar in Hamburg gegründet) als GmbH in Briest a. d. Havel entstanden. Im Krieg hauptsächlich Seeflugzeuge für die dt. und österreichische Marine gebaut und Landflugzeuge für Österreichs Heer entwickelt, die von den österreichisch-ungarischen Firmen Oeffig, Phönix und Ufag in Lizenz produziert wurden (Chefkonstrukteur Heinkel).
LFG Luftfahrzeuggesellschaft mbH, Berlin - Charlottenburg: 1908 zum Bau von Parseval Luftschiffen gegründet, ab 1912 Fertigung von Flugzeugen, 1914/15 Übernahme der Wright Werke in Berlin - Adlershof. Im Krieg zunächst - Albatros Konstruktionen in Lizenz, dann auch Eigenentwicklungen. Um Verwechslungen mit den Maschinen der LVG zu vermeiden, führte man die Bezeichnung Roland als Markenzeichen ein.
LVG Luft-Verkehrs-Gesellschaft Berlin Johannisthal - 1908 gegründet für Passagier- u. Reklamefahrten mit Parseval Luftschiffen, ab 1911 Lizenzbau von Framan Typen, ab 1912 Fertigung von Eigenentwicklungen (Aufklärer, Schulmaschinen, Bomber, Schlachtflugzeuge).
Zeppelin Staaken Zeppelin Flugzeugwerft GmbH, Staaken bei Berlin: 1915 entwickelte und baute eine von Graf Zeppelin, Gustav Klein und Robert Bosch gegründete Firma ( V.G.O. Zeppelin Versuchsbau GmbH Gotha Ost) in von der Gothaer Waggonfabrik zur Verfügung gestellten Werksanlagen sog. Riesenflugzeuge. Da die Hallen bald nicht mehr ausreichten, übersiedelte man 1916 nach Staaken, dort gab es ein Zweigwerk des Luftschiffbau Zeppelin. Die Leitung der zur Z.F. vereinigten Firma behielt Alexander Baumann, der bereits in Gotha als Werksleiter fungiert hatte. nach dem I. Weltkrieg beschäftigte man sich mit dem Bau großer Verkehrsflugzeuge, bis das Flugzeugbauverbot der Siegermächte auch hier die Flugzeugfertigung unterband.


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